Einkaufsberatung Asbestsäcke
Warum ist es wichtig, Asbest in speziellen, dafür vorgesehenen Big Bags zu entsorgen? Warum sollte man dafür auf keinen Fall normale Schüttgutsäcke verwenden, und dies unabhängig von gesetzlichen Vorgaben?
All dies soll hier kurz und prägnant behandelt werden.
Was ist Asbest?
Asbest ist ein faserförmiges Silikat-Mineral. Es ist unbrennbar, zugfest und hat eine isolierende Wirkung. Zudem ist Asbest immun gegen Fäulnis, resistent gegen Pilze und auf viele Chemikalien reagiert es überhaupt nicht.
Aber die Vorteile sind nichts gegen die Nachteile des Materials.
Was ist Silikat-Mineral?
Das sind gesteinsbildende Mineralien.
Wann wurde Asbest verbaut?
Asbest wurde vor allem ab 1930 bis in die 1970er-Jahre verbaut. Seit Oktober 1993 ist die Verwendung von Asbest verboten.
Wo wurde Asbest verbaut?
Vor allem in Dach- und Fassadenplatten wurde Asbest verwendet. Zum Beispiel Platten für Dächer von der Firma Eternit. Asbest findet sich aber auch in Blumenkästen oder alten Rohren.
Ebenso gibt es Spritzasbest an Stahlträgern, Brandschutztüren, Brandschutzplatten, Verkleidungen von Heizungen und Öfen. Es befindet sich auch in Lüftungskanälen und selbst in Bodenplatten für Innenräume sowie als Fliesenkleber und als Spachtelmasse beim Innenausbau.
Welche Gefahr geht von Asbest aus?
Wer die Asbestfasern einatmet, kann Krebs bekommen. Dabei sind die Fasern selber mit bloßem Auge nicht sichtbar und dies macht sie so tückisch. Wer in einem Gebäude mit Asbest bohrt oder seine Wohnung renoviert, der läuft Gefahr, dabei die Fasern durch Beschädigung des Asbestmaterials einzuatmen.
Asbestfasern sind länger als 5 Mikrometer und dünner als 3 Mikrometer. Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten, aber noch in Millionen Gebäuden vorhanden.
Wo findet man Asbest?
Bei Gebäuden, die vor 1994 gebaut sind, kann sich Asbest in vielen Elementen finden.
Woher weiß man, ob es Asbest ist oder nicht?
Asbest hat oft eine graue bis grünlich-graue Farbe und manchmal eine sichtbare faserige Struktur. Bei Platten oder Rohren mit Asbest gibt es oft Kennzeichnungen. Asbestfreie Produkte sind manchmal mit „NT" (neue Technologie) oder „AF" (asbestfrei) gekennzeichnet.
Sicherheit, ob ein Material Asbest enthält oder nicht, bringt nur eine Laboranalyse durch eine Fachfirma.
Wo wurde das gefundene Asbestmaterial verbaut?
Dort, wo es auf Hitzebeständigkeit, Dämmung oder Witterungsschutz ankam. So gibt es zum Beispiel alte Dachplatten aus Asbest.
Gibt es gesetzliche Bestimmungen zur Entsorgung von Asbest?
Ja! Über 0,1 Prozent fallen unter den Abfallschlüssel „Gefährlicher Abfall" (Abfallschlüssel 17 06 05*).
Darunter fallen folgende Anordnungen:
Man darf unter keinen Umständen Asbest gemischt mit normalem Bauschutt wegwerfen.
Asbest darf nicht in den normalen Hausmüll.
Asbest kann in speziellen Säcken entsorgt werden! Zum Beispiel in Big Bags, die extra für Asbest entworfen wurden und mit einem eindeutigen Warnaufdruck versehen sind.
Ein Warnaufdruck auf Asbest Big Bags und für Asbest geeignete Säcke ist Pflicht!
Der Abtransport von Asbest darf nur in dichten Verpackungen erfolgen!
Warum darf man Asbest nur in dichten Verpackungen transportieren?
Nur eine dichte Verpackung garantiert, dass keine Asbestfasern in die Umwelt gelangen!
Wohin transportiert man Asbest?
Für Asbest gibt es spezielle Entsorgungsdeponien. Nur dorthin darf man Asbest abliefern. Jedes Bundesland und jede Region in Deutschland hat dafür eigene Deponien.
Wird Asbest recycelt?
Asbest ist ein Stoff, der nicht recycelt werden kann und der sich nicht abbaut. Asbest ist leider für die Ewigkeit.
Was geschieht dann mit dem Asbest auf Abfalldeponien?
Auf der Deponie wird Asbest für die Ewigkeit sicher aufbewahrt. Dies soll die Freisetzung der Fasern verhindern.
Der Prozess für die dauerhafte Verwahrung läuft in mehreren Prozessschritten ab:
Zuerst der sichere Abtransport in speziellen Big Bags, die extra für Asbest gedacht sind.
Eine strenge Aufnahmekontrolle garantiert, dass die Säcke in speziellen Bereichen der Abfalldeponie bei Monodeponien oder speziellen Kompartimenten gelagert werden.
Die Annahme von Asbestsäcken bei der Deponie ist gesetzlich geregelt.
Säcke mit Asbest dürfen nicht zerkleinert werden und man darf Säcke mit Asbestplatten auch nicht einfach vom Transporter herunterwerfen. Die Asbestsäcke müssen vorsichtig abgeladen werden, ohne sie zu beschädigen.
Jede Beschädigung der Asbestverpackungen würde gefährliche Asbestfasern freisetzen!
Die Säcke mit dem Asbest werden sofort eingelagert.
Was muss bei der Dokumentation des Asbestlagers beachtet werden?
Die genaue Lage des Asbests muss dokumentiert und an die Behörden weitergeleitet werden. Diese wiederum verwalten die Daten und sorgen für exakte Lagepläne, auch für zukünftige Generationen.
Kann Asbest chemisch umgewandelt werden?
Nein, man kann ihn nur einkapseln und vergraben.
Warum wurde die Gefahr, die von Asbest ausgeht, so lange nicht erkannt?
Die Gefahr von Asbest wurde sehr früh erkannt, aber ignoriert. Bereits um 1900 wurde vor Asbest gewarnt und seit 1943 gilt die Asbestlunge als Berufskrankheit.
Asbest war ein billiger Baustoff und die Industrie zog es vor, die Warnungen zu ignorieren. Dass Asbestfasern das Übel sind, konnte erst 1973 sicher nachgewiesen werden, bis dahin war es eine Theorie.
Von da an dauerte es weitere 20 Jahre, bis Asbest verboten wurde!
Warum dauerte es weitere 20 Jahre, bis ein Asbestverbot durchgesetzt wurde?
Krebs durch Asbest entsteht nicht sofort. Da zwischen der Kontaminierung mit Fasern bis zur Krebserkrankung bis zu 40 Jahre vergehen, konnte lange kein direkter Zusammenhang nachgewiesen werden. Dies eröffnete der Lobby für billigen Asbest leicht die Türen, um sich gegen ein Verbot zu stemmen.
Welche Krebsarten werden auf Asbest zurückgeführt?
Kurz und knapp:
Lungenkrebs wird, neben dem Rauchen, vor allem auch durch Asbest hervorgerufen.
Mesotheliom ist eine seltene Krebsart, die nur durch Asbest entsteht. Zum Beispiel als Tumor der Rippen oder des Bauchfells.
Kehlkopfkrebs kann eine Folge von Asbestbelastung sein.
Eierstockkrebs kann, muss aber nicht, durch Asbest entstehen.
Wie viel kostet die fachgerechte Entsorgung von Asbest?
Die Kosten für unsere Asbestsäcke und Asbest Big Bags finden Sie direkt bei uns auf der Webseite.
Ansonsten fallen für die Deponie, je nach Region, pro Tonne Asbest zwischen 200 bis 500 Euro an. Kleinmengen von Privathaushalten können aber auch nur 35 Euro kosten. Fällt viel Asbest an, liegt man schnell bei 10.000 bis 15.000 Euro für die Entsorgung.
Lassen Sie uns gemeinsam Asbest sicher entsorgen! Und sollten Sie in Ihrem Haus auch nur eine Kleinstmenge Asbest haben, arbeiten Sie bei der sicheren Entfernung niemals ohne Mundschutz!
